Symposium "The Future of Life and the Future of our Civilization"
-- background information (in german) --
Frankfurt University, May 2-6 (2005)
supported by the Volkswagen Foundation


(1) Langfristig denken in Zeiten schnellen Wandels.


Es ist wichtig auf die Herausforderungen der nahen Zukunft zu reagieren und vorbereitet zu sein. Doch ist es auch wichtig die langfristigen Perspektiven (50-150 Jahre) zu erarbeiten. Wenn wir die langfristige Entwicklungen nicht erkennen dann wir sich unsere Zukunftsbewältigung auf ad-hoc Krisenbewältigungen reduzieren.

Eine Analogie: Ein Segelschiff im Sturm muss sich von Welle zu Welle vorkämpfen. Und doch ist es wichtig die Übersicht zu bewahren und zu ruhigere Gewässer hin zu navigieren.

Diese Konferenz soll daher einen Beitrag leisten die möglichen langfristigen Perspektiven unserer globalen Zivilisation zu verstehen. Daher haben sich hier Denker der ganzen Welt versammelt um gemeinsam über die mittlere und ferne Zukunft der enschheit nachzudenken und um Anstösse für weitere, auch öffentliche, Diskussionen hierzu zu geben.


(2) Der Platz der Menschheit in der Welt


Die Perspektiven des Lebens in kosmologischen Zeiträume sind nicht direkt für unsere Probleme heute relevant. Sie sind jedoch ein zentraler Bestandteil um unseren Platz im Rahmen der Schöpfung zu verstehen. Eine der Grundannahme der hier versammelten Wissenschaftler ist es, dass wir langfristige Perspektiven für die enschheit nur dann erfolgreich erarbeiten können, wenn der Mensch sich in einem grösserem Zusammenhang eingebettet sieht. Dabei spielen unser Erkenntnisse über die Biosphäre der Erde ebenso eine wichtig Rolle wie die Anerkennung der sozialen und religiösen Bedürfnisse der Menschen im Rahmen eines Dialogs der Kulturen. Dieses Symposiums soll daher dazu beitragen die Rolle des Menschen und des Lebens in der Geschichte der Erde und des Universums besser zu verstehen und Konsequenzen für die langfristige Zukunftsplanung zu erarbeiten.


(3) Kommunikation zwischen den Wissenschaften


Für die Zukunftsforschung ist eine Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen unabdingbar. Dabei spielt die Systemtheorie eine zentrale und vermittelnde Rolle, insbesondere in ihrer mathematischen Ausprägung als Theorie komplexer adaptiver Systeme. it dieser Konferenz soll daher der Dialog zwischen Wissenschaftlern gefördert werden, welche die möglichen Entwicklungslinien komplexen Systemen erforschen, wie dem Sonnen-`System', der Biosphäre, dem System Mensch-Pathogene und ökologischen Gemeinschaften.


(4) Der Dialog der Kulturen und unsere gemeinsame Zukunft


Es gibt sehr viele Institute (Uno-Millenium-Projekt, Club-of-Rome, etc.) welche mit statistischen und demographischen Analysen Licht auf unsere mittelfristige Zukunft (10-50Jahre) werfen. Dieses ist sehr wichtig. Es erscheint jedoch, dass dabei häufig die kulturellen Bedürfnisse des Menschen im allgemeinen und die kulturellen Unterschiede zwischen den Volksgruppen der Erde wenig Beachtung finden. Dieses insbesondere da diese Aspekte statistischen Analysen nicht zugänglich sind. In dieser Konferenz soll daher versuch werden, dieses Defizit etwas aufzuarbeiten und darauf hinzuweisen wie wichtig diese Aspekte sowohl für die mittelfristige wie für die langfristige Zukunft unsere Zivilisation sein könnten.


(5) Was können wir tun, einzeln oder zusammen?


Eine der Hauptmotivationen dieses Symposium abzuhalten liegt in unserer Erkenntnis dass insbesondere die Geistes- wie Naturewissenschaftler eine Verantwortung tragen sich nicht nur Gedanken über das langfristige Schicksal der Menschheit zu machen sondern auch Anstösse zum Handeln zu geben oder gar selber Initiativen ins Leben zu rufen.
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Claudius Gros, April 2005
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